Die Etiketten verstehen

Kennzeichnung gefährlicher Zubereitungen

Jeder Behälter mit gefährlichen Zubereitungen muss deutlich lesbar und unverwischbar die folgenden Angaben tragen:

  • Handelsname oder Bezeichnung der Zubereitung
  • Name, vollständige Anschrift und Telefonnummer der für das Inverkehrbringen verantwortlichen Person
  • Bezeichnung des (der) in der Zubereitung enthaltenen Stoffes (Stoffe)
  • Gefahrensymbole und Gefahrenbezeichnungen
  • Besondere Gefahrensätze (max. 6)
  • Sicherheitsratschläge (max. 6)
  • Menge

Gefahrensymbole

Xn: gesundheitsschädlich und Xi: Das Andreaskreuz ist auf den Etiketten von Produkten der Gefahrenklassen Gesundheitsschädlich und Reizend abgebildet. Dies betrifft vor allem einige Firnisse, die vorübergehende Reizungen oder gesundheitliche Schäden durch Einatmen, Kontakt mit der Haut oder Verschlucken hervorrufen können. Einatmen der Dämpfe dieser Stoffe vermeiden. Stoffe nur in gut gelüfteten Räumen verwenden, Schutzhandschuhe tragen, Hände nach der Verwendung gründlich mit Seife waschen.

F und F+: Dieses Symbol kennzeichnet leicht- oder hochentzündliche Produkte (wie lösungsmittelbasierte Firnisse in Fläschchen oder als Spray). Rauchverbot bei der Verwendung dieser Stoffe. Verwendung ausschließlich in gut gelüfteten Räumen.

C: Ätzend
Betrifft ätzende Substanzen. Schutzhandschuhe und Schutzbrille tragen.

 

N: Umweltgefährlich
Betrifft Stoffe mit langfristig umweltschädigender Wirkung.

Tastbares Gefahrensymbol
Tastbares Dreieck zur Erkennung der Gefährlichkeit des verwendeten Produktes für sehgeschädigte Personen. Das Symbol ist durchsichtig.

Kennzeichnung nicht gefährlicher Zubereitungen

Jeder Behälter mit nicht gefährlichen Zubereitungen muss deutlich lesbar und unverwischbar die folgenden Angaben tragen: Handelsname oder Bezeichnung der Zubereitung, Name, vollständige Anschrift und Telefonnummer der für das Inverkehrbringen verantwortlichen Person, Menge.

CE-Kennzeichnung
Der CE-Kennzeichnung unterliegen alle Spielwaren, die für Kinder unter 14 Jahren entwickelt wurden oder offensichtlich für diese bestimmt sind. Farben mit CE-Kennzeichnung müssen mit den folgenden Spielzeugnormen der Reihe EN 71 konform sein:
- EN 71-1: Physikalische und mechanische Eigenschaften
- EN 71-2: 2007 Entzündbarkeit
- EN 71-3: Migration bestimmter Elemente
- EN 71-7: Fingermalfarben

Spielzeuge, die für Kinder unter 36 Monaten gefährlich sein können, tragen die Warnung "Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet" oder "Nicht für Kinder unter drei Jahren geeignet" sowie das EN-71-6-Symbol. Letztere müssen zudem die Aufschrift "Informationen bitte aufbewahren" beinhalten.

 

Der Grüne Punkt
Das Grüne-Punkt-Symbol auf der Verpackung eines Haushaltsproduktes bedeutet, dass der Hersteller am Rücknahmesystem für Verpackungen teilnimmt und somit die Bestimmungen der Umweltgesetzgebung einhält. Die entsprechenden Gebühren finanzieren die Mülltrennung in den Kommunen.

 

"e"-Symbol
Höhe ≥3 mm. Mit diesem Zeichen bekräftigt der Hersteller, dass er die Füllmenge eigenverantwortlich entsprechend den Anforderungen der Fertigverpackungsverordnung angibt.

 

ACMI = Art & Creative Materials Institute
Internationaler Herstellerverband für Kunst- und Freizeitprodukte, gegründet 1936. Überwacht die Konformität der Produktkennzeichnung entsprechend den US-Vorschriften (chronic hazard labeling standard, ASTM D 4236, und Labeling of Hazardous Art Materials Act (LHAMA)).
- AP (approved product) = für Kinder und Erwachsene ungefährliches Produkt.
- CL (caution labeling) = Produkt, das bestimmte Gefahren aufweist, die auf der Verpackung zu kennzeichnen sind (entzündlich, gesundheitsschädlich ...).

FFFH

Abkürzung für: Fællesrådet for Formnings- og Hobbymaterialer = Gemeinsamer Rat für Kunst- und Hobbymaterialien.
Dänische Organisation, die Farben nur für den skandinavischen Markt entsprechend ihrer Gefährlichkeit in 4 Klassen einteilt (A, B, C & D).

 

Produkte der Klasse "A" können von Kindern über 3 Jahren verwendet werden.

Produkte der Klasse "B" können von Kindern über 5 Jahren unter Aufsicht eines Erwachsenen verwendet werden.

Produkte der Klasse "C" können von Kindern über 15 Jahren verwendet werden.

Produkte der Klasse "D" dürfen nur von Erwachsenen verwendet werden.

Colour Index

Klassifizierungssystem für Farbmittel, entwickelt 1925 von der Society of Dyers and Colourists und der American Association of Textile Chemists and Colorists.
Jedes Farbmittel wird durch 2 Buchstabenfolgen und 2 Ziffernfolgen gekennzeichnet:

1 oder 2 Buchstaben für:

  • P = Pigment
  • CA = Säurefarbstoff
  • CB = basischer Farbstoff
  • CC = Küpenfarbstoff
  • CD = Direktfarbstoff
  • CF = Lebensmittelfarbstoff
  • CR = Reaktivfarbstoff
  • CS = nicht wasserlöslicher Farbstoff
  • N = natürliches Pigment

1 oder 2 Buchstaben für:

  • B = blau
  • Bk = schwarz
  • Br = braun
  • G = grün
  • M = metallic
  • O = orange
  • R = rot
  • V = violett
  • W = weiß
  • Y = gelb

1 bis 3 Ziffern: Laufende Nummer der Klassifizierung der Farbmittel.

5-stellige "Constitution Number" : Sortierung nach chemischen Eigenschaften.
Beispiele:

  • P B 15:3 Nr. 74160 = Pigment Phtalocyaninblau (hier Nr. 3, ß-Typ, nicht modifiziert)
  • P Y 41 Nr. 77588 = Neapelgelb-Pigment (Bleiantimoniat)
  • P M 2 Nr. 77400 = Kupfer-Metallpigment (sowohl Kupfer als auch Messing …)
  • N Y 3 Nr. 75300 = Curcumin, hauptsächlicher Farbstoff der Gelbwurzel.

Lichtechtheit

Unsere Künstlerfarben werden entsprechend der Norm ASTM D 5067 wie folgt eingestuft:

  • I oder ***: hoch lichtbeständig
  • II oder **: lichtbeständig
  • III oder *: gering lichtbeständig

Deckkraft

Deckende Farbe, überdeckt die darunter liegende Schicht vollständig.

Halbdeckende Farbe, die darunter liegende Schicht scheint teilweise durch.

Lasierende Farbe, lässt die darunter liegende Schicht sehr gut durchscheinen.

VOC

  • Flüchtige organische Verbindungen (Volatile Organic Compounds): Organische Verbindungen (im Allgemeinen Lösungsmittel) mit Anfangssiedepunkten unterhalb 250°C (EU-Definition).
  • VOC-Konzentration: Masse der VOC im gebrauchsfertigen Produkt in Gramm/Liter (g/l) . Ab 1.1.2010 besteht in der Europäischen Union ein Verkaufsverbot für Produkte mit VOC-Werten, die bestimmte, von der Produktkategorie abhängige Grenzwerte überschreiten.